Das Andirobaöl wird aus den Samen des gleichnamigen Baumes (Carapa guianensis) gewonnen, der im Amazonasgebiet heimisch ist. Das Andiroba-Hautpflegeöl ist sehr hautfreundlich mit einem angenehmen, anregenden Duft.
Das Andiroba-Hautöl eignet sich für alle Hauttypen. Es pflegt und schützt die Haut und entspannt die gestreßte Muskulatur. Ein herrliches Wohlfühl-Öl!
Das Andirobaöl erschließt Ihnen herausragende und von den Amazonasindianern traditionell geschätzte Eigenschaften des Öles. Die Indianer nutzen das Andirobaöl neben der Behandlung von Hautproblemen gegen Gelenkbeschwerden, muskuläre Verspannungen, Verstauchungen und der Vorbeugung gegen Zellulitis. Darüber hinaus verwenden sie das Andirobaöl auch als Schutz gegen Mücken. Speziell gegen Mücken empfehlen wir das Andiroba-Massageöl, weil es sich dabei um das reine, fette Öl handelt, während das hier angebotene Pflegeöl formuliert ist.
Bestandteile:
Carapas guianensis Seed Oil, Paraffinum liquidum, Isopropyl-Palmitate, Soy lecithin, Butyl-Hydroxy Toluene, Parfum.
ANWENDUNG: Nach dem Duschen streifen Sie das Wasser auf der Haut mit der Hand ab und massieren das Öl sanft ein. Danach nicht mehr abtrocknen, Bademantel überziehen, fertig!
Weltläden bieten wir auf Wunsch von jedem Hautöl eine Originalflasche als "Tester" zum halben Einkaufspreis an. Falls Sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, geben Sie bitte im Kommentarfeld des Bestellformulars einen entsprechenden Auftrag.
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ANDIROBA-ÖL - (Carapa guianensis, Meliáceae)
ERNTEZEITRAUM


Junger Andirobabaum und Samen mit dem ölhaltigen, weissen Kern
ALLGEMEINE VERWENDUNG
Das Andirobaöl ist eines der meistverkauften medizinischen Öle im Amazonasgebiet. Gemischt mit Honig und Copaiba (Copaifera spp.) wird ein sehr beliebtes Hausmittel zur Bekämpfung von Halsinfektionen und grippalen Erkrankungen hergestellt. Als Seife ist es ein in Brasilien häufig verwendetes Mittel gegen Akne und Pickel. Aufgrund seiner Eigenschaft, schnell von der Haut aufgenommen zu werden, wird es oft in der Massage als unterstützende Anwendung bei muskulären Verspannungen, Verstauchungen, Arthritis und Rheuma angewendet. Brasilianische Frauen schätzen das Öl als vorbeugende Massnahme gegen Cellulitis. Darüber hinaus dient es zur Beruhigung und Aufhellung von oberflächlichen Flecken der Haut sowie als stärkendes und verschönerndes Mittel für das Haar.
Besondere Bedeutung hat Dieses Regenwaldprodukt bei der Mückenbekämpfung. Neben dem Einreiben der Haut mit Andirobaöl zum Schutz vor Stichen formen die Einheimischen aus dem Presskuchen der Ölgewinnung Kugeln, die abends und nachts zur Mückenabwehr angezündet werden. Zusammen mit den Samen von Annatto (Bixa orellana) wird auch eine Paste hergestellt, die zum Schutz vor Moskitostichen auf die Haut aufgetragen wird.
PHYSIKALISCH-CHEMISCHE DATEN UND FETTSÄUREZUSAMMENSETZUNG
Das Andiroba-Öl ist eine reiche Quelle von essentiellen Fettsäuren wie Ölsäure, Palmitinsäure, Myristinsäure und Linolsäure und enthält Komponenten wie Triterpene, Tannine und isolierte Alkaloide, sowie das Limonoid Andirobin. Aufgrund der Bitterkeit des Andirobaöls wird es der Gruppe der Terpene zugeordnet, auch Meliacine genannt. Diese sind chemisch den bitteren Malariamitteln sehr ähnlich. Kürzlich wurde einem dieser Meliacine, dem Gedunin, eine Wirkung gegen Malaria und weitere antiparasitäre Eigenschaften bescheinigt, ähnlich der Wirkung des Chinins.
Dem Andiroba-Öl werden entzündungshemmende, insektenabwehrende und wundheilende Wirkungen zugeschrieben, die u.a. auf das Vorhandensein des Limonoids Andirobin zurückgeführt werden. Insbesonders nach der (fragwürdigen) Patentierung einer Feuchtigkeits- und Anti-Celluitecreme auf Grundlage des Andiroba-Öls durch die französische Kosmetikfirma Yves Rocher entstand bei der Kosmetikindustrie eine große Nachfrage nach Andiroba-Öl.
Eine Kerze mit Andiroba-Öl wirkt abwehrend gegen die Mücke Aedes aegypti, welche Gelbfieber und Dengue-Fieber überträgt. Beim Verbrennen der Kerze wird ein Wirkstoff freigesetzt, der den “Hunger” der Mücke hemmt und dadurch die Stechattacken auf den Menschen einstellt. Die Forschungsergebnisse attestieren einen 100%igen Mückenschutz, was von keinem anderen Produkt auf dem Markt der Mückenschutzmittel erzielt wird. Neben diesen herausragenden Eigenschaften ist die Kerze völlig ungiftig und erzeugt beim Verbrennen keinen Rauch und keine Duftstoffe.
ÖKOLOGIE
Andiroba ist eine neotropische Baumart die im südlichen Zentralamerika sowie in Kolumbien, Venezuela, Surinam, Französisch-Guayana, Brasilien, Peru, Paraguay und den karibischen Inseln beheimatet ist. In Brasilien wird dieser Baum in Höhenlagen bis zu 350 m angetroffen. Er ist im ganzen Amazonasbecken beheimatet, sowohl auf Terra firme als auch in saisonal überfluteten Wäldern, entlang von Flüssen und Bächen und in der Nähe der Mangroven an den Küsten. Die Samen sind infolge des hohen Ölgehalts schwimmfähig und werden durch das Wasser verbreitet. In den überschwemmungsfreien Terrafirme-Wäldern bleibt der Großteil der Samen unter dem Mutterbaum liegen. Sie sind eine wichtige Nahrung für viele Nagetiere, Gürteltiere, Wildschweine, Eichhörnchen und Rehe.
Taxonomisch gehört der Andirobabaum zur gleichen Familie wie der Mahagoni- und Zedernbaum. Da sein Holz eine hohe Resistenz gegen Insektenfraß zeigt, ist es bei den lokalen Sägewerken sehr begehrt. Der Andirobabaum kann bis zu 30 Meter hoch werden, passt sich gut an unterschiedliche Umgebungen an, und ist sowohl in Feuchtgebieten als auch auf Hochlandebenen heimisch. Ein ausgereifter Baum kann bis zu 120 Kilo Samen erzeugen (durchschnittlich 50 Kilo/Baum). Der Samen enthält 43% Fett.
Bei der traditionellen Ölgewinnung werden für einen Liter Öl 12 Kilo Andirobasamen benötigt, bei Verwendung einer mechanischen Presse 4 Kilo Samen und bei der Anwendung von chemischen Lösungsmitteln 3 Kilo Samen. Die Ölausbeute pro Andirobabaum kann bei traditioneller Verfahrensweise 10 Liter und bei industrieller bis zu 30 Liter erreichen. Aufgrund seines raschen Wachstums und seines hohen Holzwertes ist Andiroba für Agroforst-Systeme besonders gut geeignet. Die Anpflanzung in Monokultur wird durch den Schädling Hypsipyla Grandella, dem bedeutensten Schädling der Mahagoniegewächse in der Amazonasregion, zur Herausforderung. Dabei wird die Endknospe geschädigt, was zu deutlichen Wachstumseinschränkungen führt. Das hat Konsequenzen insbesondere dann, wenn die Bäume für die Holzproduktion bestimmt sind. Wenn der Andirobabaum einen Schädlingsangriff überlebt, bleibt die Samenproduktivität unverändert.
LITERATUR
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